Österreich und seine Ausflugsziele: Natur, Geschichte und Stadt
Bergseen, Klammen, Almen, Städte und Märkte liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Das macht die Planung eines Wochenendes vergleichsweise einfach.
Baden, Wandern und Aussicht
Das Salzkammergut zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark hat die höchste Dichte an Seen. Hallstätter See, Wolfgangsee und Attersee sind die bekanntesten davon.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Der Jahreslauf im Gelände
Im Frühjahr sind die Täler bereits grün, während höhere Lagen noch Schnee tragen. Diese Zeit eignet sich für Klammen, Flusstäler und Städte.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Ausrüstung und Sicherheit
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten gibt es hier.
Handyempfang ist in Seitentälern und Schluchten oft nicht vorhanden. Karten sollten offline verfügbar sein.
Unterwegs mit Kindern
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.
- Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Ausrüstung
- Rund 300 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg einplanen
- Gewitter bilden sich im Sommer meist am Nachmittag
- Stirnlampe wiegt wenig und rettet den späten Abstieg
Wo sich der Umweg lohnt
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Wanderkarten zeigen Ziele, die online kaum auftauchen. Der Blick auf eine Papierkarte lohnt sich für die Planung weiterhin.
Wo das Wasser die Landschaft prägt
Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.
Die Donau bildet die größte Flussachse des Landes. Die Wachau zwischen Melk und Krems ist als Kulturlandschaft besonders bekannt. Die einzelnen Einträge sind auf dieser Seite gesammelt.
Was am Ende bleibt
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.
Die Wintersaison im Gelände
Rodelbahnen sind meist beleuchtet und auch am Abend befahrbar. Der Aufstieg zu Fuß gehört bei den meisten dazu.
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
Unterm Strich gilt: weniger Ziele, dafür mehr Zeit für das einzelne. Das gilt für Bergtouren genauso wie für Stadtbesuche.
Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen.
Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern gehören zu den höchsten Europas und sind über einen ansteigenden Wasserfallweg erschlossen, der mehrere Aussichtspunkte verbindet.
Wege ins Tal und auf den Berg
Bei beliebten Zielen sind Parkplätze im Sommer früh voll. Manche Täler sind an Spitzentagen für den Individualverkehr gesperrt.
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Der Winter verschiebt alles in die Skigebiete und in die Städte. Viele Naturziele sind dann nicht oder nur mit Ausrüstung zugänglich.
Ein Überblick nach Regionen
Die Höhenlage bestimmt die Saison. Ziele über 1.500 Metern sind meist erst ab Juni sinnvoll erreichbar, im Tal beginnt die Saison Monate früher.
Wer die Zonen einmal auseinanderhält, plant deutlich treffsicherer. Innerhalb einer Zone ähneln sich Anforderungen und Saison stark.
Was eine Klamm ausmacht
Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Marktbesuche richtig planen
Flohmärkte starten früh und sind am Vormittag am ergiebigsten. Wer etwas Bestimmtes sucht, sollte zu Beginn dort sein.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Wann sind Wasserfälle am eindrucksvollsten?
Im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze die Wasserführung erhöht. Nach längeren Trockenperioden im Spätsommer fällt der Eindruck deutlich ab.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.